About ArmondDisher:

Aus gegebenem Anlass!
Ein sogenannter Superadministrator warf mir ohne jegliche Substanz vor, ungenehmigt Bilder zu verwenden und damit Urheberrechte zu verletzen. Die ausdrückliche Genehmigung für das Freistellen und die Veröffentlichung der Bilder bei Whiskybase habe ich natürlich zuvor beim Rechteinhaber eingeholt. Somit entbehrt der haltlose Vorwurf jeder Grundlage, ist falsch und ehrverletzend.
Die Credits für die beanstandeten Fotos gab er - aus meiner Sicht - willkürlich an ein anderes Mitglied.
Wie jedermann eingestehen wird, möchte man auch die Credits erhalten, wenn man schon die ganze Arbeit hatte. Freistellen IST Arbeit. Wer Fotos schon mal freigestellt hat, und ich rede nicht von dilettantischer "Panscherei", weiß wovon ich rede.
Leider hält dieser Superadministrator seine falschen Behauptungen auch nach meiner Bitte um Korrektur aufrecht und weigert sich, den Fehler zu korrigieren. Aus diesem Grund habe ich meine Beteiligung am Ausbau der Datenbank eingestellt. Gegen Austragshäusler kommt man nicht an.

Und nun zu mir und was ich für den Whisky tue.

Die Armond Dishers WhiskyNews ist mein Kind, eine Zeitschrift nur über Whisky und seine Herkunftsländer. In ihrer Aufmachung ähnelt sie der legendären Whisky Watch von Professor Walter Schobert: Meist acht Seiten, manchmal auch mehr, drei Spalten und viel Information statt viel weiß und viel Werbung.

Ausgabe 01 erschien im Dezember 2005. Heute erscheint die ADWN (die Abkürzung prägte Whisky-Urgestein Fred Heinz Schober) in einer Auflage von 3000 Exemplaren. Im Juni 2022 feierte die ADWN einen weiteren Meilenstein: Ausgabe 100. Damit ist sie eine der ältesten und am häufigsten erscheinenden Whiskyzeitschriften. Da kann ich es mit einem lachenden und einem lächelnden Auge sehen, wenn Konkurrenten ihre Publikation als "einzige" bewerben.

Ich selbst kam Anfang der 90er zum Whisky. Mein "Stammwirt" eröffnete eine neue Kneipe im Stil eines Irish Pubs, den "Kaspar Hauser Pub" in Ansbach. Das Whiskyangebot war anfangs noch sehr klein, da war ein 12-jähriger Highland Park in Originalabfüllung schon etwas Besonderes. Norbert, der Wirt, baute das Whisky-Portfolio Stück für Stück aus - zuletzt umfasste das Angebot an die 100 Whiskys. Erste Tastings, besonders die mit Otto Steudel, erweiterten meinen Horizont.

Mit Freunden im "Celtic Whisky Circle" Whiskys genießen und darüber debattieren, erste Whiskymessen besuchen, erste Whiskydestillerien - auch und vor allem im deutschsprachigen Raum - besuchen. Der erste Schottlandurlaub 2004, weitere in 2007 und 2008. Zweimal Irland, einmal Wales, dreimal Frankreich, zweimal Österreich (Johann Haider begleitete ich 2004 einen halben Tag bei seiner Arbeit - ein grandioses, herzerwärmendes Erlebnis). Man lernt nie aus.

2005 reichte mein Wissen immerhin schon für das Glenfiddich Whiskykennerfinale mit Professor Walter Schobert in München aus, für einen der ersten drei Plätze reichte es leider nicht.

Da ich schon immer gerne hinter die Kulissen blicke und es als - um es dezent auszudrücken - merkwürdig empfinde, wenn Menschen über Themen dozieren, die sie nur aus Büchern kennen, entschied ich mich, 2009 den Brennerkurs in der Universität Hohenheim unter Dr. Senn und den Herren Dittmann und Jung zu besuchen, um wenigstens die Grundlagen von der Pike auf zu erlernen. Mehr gibt ein einwöchiger Kurs ohnehin nicht her und trotz einiger praktischer Aufgaben bewegten wir uns dennoch sehr im theoretischen Rahmen. Doch trotz oder vielleicht auch gerade wegen des sehr intensiven Unterrichts - Dr. Senn zog gleich am ersten Tag 40 Seiten Skript mit 110 Powerpointfolien durch - hat es sehr viel Spaß gemacht und ich kann den Kurs nur wärmstens empfehlen.

Meine Whiskypräferenzen: Ich habe keine. Ich bin weder fixiert auf einen bestimmten Geschmack, noch auf ein Land, eine Region oder gar eine Destillerie. Im Gegenteil bin ich offen für alles. Guten Whisky kann man nur würdigen, wenn man auch mal schlechten getrunken hat. Natürlich gibt es Brennereien, auf deren Whiskys ich mich stets freue:
Glen Garioch, weil ich mich dabei stets an das Treffen mit Kenny Grant erinnere,
Glenfarclas, weil die Grants jedem zeigen, wie man es richtig machen könnte,
Glenglassaugh, weil ich die Brennerei besuchte, als sie noch im Dornröschenschlaf lag,
Auchentoshan, weil meine Frau und ich eine Privatführung nebst Whisky satt erhielten, als die Destillerie noch kein Visitor Centre hatte und wir drei Jahre später von Ronnie Learmond zu einem 40-jährigen, der noch nicht auf dem Markt war eingeladen wurden,
Ledaig von der Sorte "Kuhstall und Gummihandschuh",
Port Charlotte, besonders wenn er von Whisky Woman No. 1 Maggie kommt,
Danne's Rye, weil Thomas schon guten Rye produzierte, als andere Hersteller in der Grundschule noch "Rei" geschrieben hätten,
einen Paddy, weil er mein erster Whisky war.

Man sieht, Genuss ist meist mit Erinnerungen verbunden - positiven wie negativen. Whiskygenuss ist also eine Frage der Gemütslage, oder nicht? Stets die gleiche Geschmacksrichtung zu wählen, ist wie den selben Film immer und immer wieder anzuschauen. Nichts gegen Wiederholungen, aber immer das Gleiche zu genießen wäre langweilig.

Und ganz zuletzt liebe Whiskybase-Admins und Whiskybase-Superadmins: Ein bisschen mehr Höflichkeit, wenn nicht gar Freundlichkeit im Dialog tut wirklich nicht weh.

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